Selbstverwirklichung im Job – Wie geht’s? Wie steht’s?

Tierärztin, Pilot, Rockstar, Fußballprofi – die Liste der Traumjobs zur Kinderzeit ist lang. Wenn es dann allerdings später um die tatsächliche Berufswahl geht, gibt es einige Faktoren, die uns bei der Entscheidung als Kompass dienen.

Wir wollen etwas machen, dass uns Spaß macht, bei dem wir Entwicklungspotenzial sehen, das zu uns passt, sinnvoll ist und bei dem wir uns selbstverwirklichen können.

Besonders Sinnverwirklichung und Selbstverwirklichung spielen in sozialen Berufen eine übergeordnete Rolle. Aber wo liegt eigentlich der Unterschied?

Sinn- und Selbstverwirklichung – ein (un)gleiches Paar?

Sinnverwirklichung lässt uns von uns selbst absehen und macht den Blick frei für andere Menschen, Situationen oder Ideen. Ein Job ist also dann sinnvoll, wenn ein Mehrwert für die Gesellschaft darin enthalten ist.

Die Selbstverwirklichung hingegen, rückt uns selbst in den Mittelpunkt. Unsere eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Pläne. Was will ich? Was erfüllt mich? Worin bin ich gut?

Das eine schließt das andere aber keinesfalls aus. Ganz im Gegenteil.

Selbstverwirklichung ist ein Nebenprodukt von Sinnverwirklichung. Denn wenn ich etwas Sinnstiftendes tue, einen Unterschied in der Welt mache, dann trägt das zur Entfaltung meiner eigenen Persönlichkeit bei.

Bei der Beantwortung der Frage, was für Dich ganz persönlich ein selbstverwirklichender Job mitbringen muss, spielen mehrere Aspekte eine Rolle.

Mit diesem Artikel möchten wir Dich dabei unterstützen, dass Du Dir die richtigen Fragen stellst, um ein selbstverwirklichendes Arbeitsumfeld für Dich zu schaffen.

Was ist für mich persönlich wichtig?

Wenn wir unsere Mitarbeitenden im sozialen Bereich fragen, beschreiben viele ihre Arbeit als sinnvoll. Sie helfen Menschen. Sie begleiten und ermöglichen ihren Klient*innen – ob alt oder jung – einen möglichst abwechslungsreichen, selbstbestimmten Alltag. Das treibt sie an und motiviert. Aber auch die gute Work-Life-Balance, planbare Arbeitszeiten und die gelebte Wertschätzung sind Gründe, warum die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter*innen so hoch ist. Welche Prioritäten die einzelnen Faktoren einnehmen, ist allerdings unterschiedlich. Hier ist jede Person und jede Lebenssituation individuell.

Tipp: Schreibe Deinen persönlichen „Wohlfühl“-Katalog und ordne die Anforderungen anschließend nach Priorität, beginnend mit „am wichtigsten“. So bekommst Du einen guten Überblick, was es für Dich braucht, um selbstverwirklichend arbeiten zu können.

Welche Rolle spiele ich in meinem Arbeitsumfeld?

Den eigenen Alltag mitgestalten, Wünsche äußern können, neue Arbeitsfelder erschließen, die Spaß machen, Dazulernen und Anerkennung erfahren, als Mensch und als Arbeitskraft – all das bringt Freude und Initiative für den eigenen Job. Freiräume haben, um den Job mit Leben zu füllen. Wertgeschätzt werden von Vorgesetzten und Kolleg*innen und miteinander die positiven und negativen Erlebnisse teilen können, sorgt zusätzlich dafür, dass ich mich in meinem Umfeld willkommen und wohl fühle.

Was tut mein Arbeitgeber für mich?

Wenn ich für mich geklärt habe, was ich für meine Selbstverwirklichung bei der Arbeit brauche, muss ich auch einen Arbeitgeber haben, der mich fördert und wertschätzt. Einen Arbeitgeber, der mich mitgestalten lässt, mir zuhört, mich unterstützt, mir die Rückmeldung gibt, dass ich einen guten Job mache und Raum für Kritik und Veränderungen zulässt. Kurz gesagt: eine offene, am Menschen orientierte Unternehmens- und Führungskultur lebt.

Ins richtige Netz gegangen?

Vielleicht kannst Du ja bereits mithilfe der genannten Fragestellungen herausfinden, wo die Reise hingehen muss, um Dich in Deinem Job zu verwirklichen. Wir wollen Dir aber noch ein Tool an die Hand geben, wenn es darum geht Deinen aktuellen Arbeitgeber zu beurteilen: Das „Arbeitgeber-Netz“.

Um das Netz findest Du verschiedene Aspekte, die einen erfüllenden Job ausmachen: Anforderungen, Spaß, Kollegium, Führung, Inhalte, Bezahlung, Perspektive, Anerkennung.

Auf einer Skala 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) kannst Du hier bewerten wie Dein aktueller Job abschneidet. Einfach auf der jeweiligen Achse zwischen 0-10 einen Punkt setzen und anschließend die Punkte verbinden.

Wenn die einzelnen Aspekte überwiegend positiv bewertet werden, ergibt sich am Ende ein Muster, das sich eher am äußeren Rand des Netzes entlang zieht. Das spricht dafür, dass Dein Job Dich bereits erfüllt.

Wenn das noch nicht so ist, wird vielleicht deutlicher, wo es noch hakt und welche Aspekte verändert werden müssen, damit Du den Job machst bei dem Du Dich entfalten kannst. Umso enger Dein Muster also um den Mittelpunkt kreist, umso mehr liegt etwas in Deiner aktuellen Arbeitssituation im Argen. Dein Muster könnte in dem Fall so ähnlich aussehen:

So, jetzt bist Du dran!

Hier das Netzdiagramm zum Selbstausfüllen:

Na, wie steht es um Deine aktuelle Arbeitssituation? Zeit für Veränderung oder bereits auf Wolke 7?

Weitere Informationen rund um das Thema „Selbstverwirklichung im Berufsleben“

Hier ein Artikel zur Bedürfnispyramide von Maslow:
https://karrierebibel.de/beduerfnispyramide-maslow/

Und hier vertiefende Inhalte zur Sinn- und Selbstverwirklichung von Viktor E. Frankl:
https://www.agil-werden.de/wp-content/uploads/2014/02/Frankl-Sinn-Text.pdf

Es bloggte:

Unsere Multitaskerin für Gestaltung, Content und Onlinethemen bringt viele Talente unter einen Hut. But first: coffee! Mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und blitzschneller Auffassungsgabe lassen sich Projekte mit Elan anpacken und umsetzen. Die Konzeption und das Design verschiedenster Werbemittel & Texte stammen aus ihrer Feder.

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