BGM – warum auch Arbeitgeber davon profitieren

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Morgens aufstehen, zur Arbeit fahren, acht Stunden plus Mittagspause arbeiten, abends nach Hause kommen – und geistig wie körperlich vollkommen gerädert sein. Am nächsten Tag wiederholt sich der Prozess. Und am folgenden. Und an dem darauf. Mit der Zeit wird man müder und unmotivierter, unproduktiver und gereizt. Man leidet unter den Umständen, die Arbeit leidet, alles wirkt zusehends trost- und sinnlos.

Klingt das vertraut? Ein bisschen zumindest? Die moderne Arbeitswelt ist fordernd und verlangt den Arbeitnehmer*innen oft so ziemlich alles ab. Dabei sind es häufig nicht die Jobinhalte, die zu Erschöpfung und Burnout führen. Es ist der fehlende Ausgleich, die schlechte Ernährung, die mangelhafte Bewegung. Faktoren, die nicht unmittelbar von der Arbeit verursacht, aber eben doch direkt durch den Arbeitsalltag bedingt sind.

Körperliche Beschwerden und psychische Belastungen sind die unmittelbaren Folgen für Arbeitnehmer*innen. Schlimm genug. Langfristig leiden aber auch die Leistung und die Produktivität, krankheitsbedingte Fehltage häufen sich – und das Problem der Arbeitnehmer*innen wird automatisch auch zum Problem der Arbeitgeber.

Die Sorgen der Mitarbeitenden sollten für die Führungskräfte zwar eigentlich schon Anlass genug sein, etwas zu verändern. Krankheitstage und Leistungsrückgang bedeuten aber auch einen wirtschaftlichen Schaden, den kein Arbeitgeber ignorieren kann.

Nun gibt es keine perfekte Formel, welche die genannten Probleme in allen Unternehmen einfach so verschwinden lässt. Es gibt aber das Betriebliche Gesundheitsmanagement, kurz BGM. Dieses legt den Arbeitgebern konkrete gesundheitsförderliche Werkzeuge in die Hand, die zu mehr Zufriedenheit der Arbeitnehmer*innen, einer höheren Produktivität und auch zu einem besseren Image des Unternehmens führen können. Aber von vorne:

BGM – was ist das überhaupt?

Betriebliches Gesundheitsmanagement bezeichnet die systematische und strukturierte Entwicklung, Planung und Lenkung von Strukturen und Prozessen in einem Betrieb, welche die Gesundheit der Beschäftigten erhalten und fördern sollen.

BGM besteht aus drei Handlungsfeldern:

  • Arbeitsschutz: In Deutschland ist ein Arbeitsschutz-Konzept glücklicherweise in aller Regel selbstverständlich und auch gesetzlich vorgeschrieben. Hierunter fallen beispielsweise Fluchtwege und – wenn notwendig – Schutzausrüstungen sowie ein korrekter Umgang mit Gefahrenstoffen.
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Ebenfalls vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist, dass Arbeitnehmer*innen, die eine Weile krankheitsbedingt gefehlt haben, bei der Rückkehr in ein bestehendes Arbeitsverhältnis aktiv unterstützt werden müssen.
  • Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Wer von BGM spricht, meint in der Regel vor allem die Gesundheitsförderung innerhalb eines Betriebs. Die ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und muss freiwillig vom Arbeitgeber veranlasst werden. Sinn und Zweck der BGF ist es, die Arbeitnehmer*innen bei einer gesunden Lebensweise zu unterstützen und so deren Lebensqualität und gleichzeitig auch ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Bei CareFlex haben wir mit CareFit ein eigenes Gesundheitsprogramm eingeführt, dass verschiedene Angebote für die körperliche und mentale Gesundheit unserer Mitarbeiter*innen bündelt.

Welche Maßnahmen gehören zum BGM?

Ein gut ausgearbeitetes BGM-Konzept umfasst verschiedene Maßnahmen, die aufeinander abgestimmt sind. Diese können in die Kategorien Verhaltensprävention und Verhältnisprävention unterteilt werden. Während bei der Verhaltensprävention das Verhalten der Mitarbeitenden beispielsweise durch Gesundheitscoachings in gesundere Bahnen gelenkt werden soll, ist das Ziel der Verhältnisprävention, die Arbeitsbedingungen etwa durch ergonomische Stühle und Tische zu verbessern. Einige Beispiele für gesundheitsförderliche Maßnahmen im Rahmen des BGM sind folgende:

  • Flexible Arbeitszeiten ermöglichen: Was bei CareFlex und anderen Unternehmen mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist, stellt für viele andere Arbeitgeber noch eine unüberwindbare Hürde dar. Dabei ist das Ermöglichen von Teilzeit und Gleitzeit sowie die Verwendung von Arbeitszeitkonten in vielen Branchen umsetzbar – auch und gerade im Sozial- und Gesundheitssektor. Die Möglichkeit die eigene Arbeitszeit mitzugestalten sorgt für eine ausgeglichene Work-Life-Balance und damit für ausgeglichenere Arbeitskräfte.
  • Bereitstellen von gesundem Essen und Trinken: Ungesunder „Kantinenfraß“ sollte heutzutage der Vergangenheit angehören. Eine ausgewogene Ernährung trägt zum Wohlbefinden bei, ist gesund, steigert die Motivation aller Mitarbeitenden und sollte Ziel jedes Unternehmens sein. Das beginnt beim Obstkorb in der Gemeinschaftsküche, betrifft aber z. B. auch die kulinarische Verpflegung in Meetings.
  • Anbieten von Sportkursen und Gesundheitscoachings: Das Geheimrezept gegen Stress und Krankheiten aller Art? Bewegung, Bewegung, Bewegung! Auch Spazierengehen oder leichtes Joggen können schon Wunder bewirken. Arbeitgeber können mit Sportkursen und Gesundheitscoachings im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nachhelfen.
    • Bei CareFlex bieten wir unseren Mitarbeitenden mit Gymondo ein digitales Fitnesstraining mit über 60 Fitness-Programmen an. Zudem unterstützen wir alle Interessent*innen mit Rauchfrei-Seminaren dabei, die Zigaretten hinter sich zu lassen.
  • Reibungslose Wiedereingliederung nach Ausfällen (BEM): Ziel des Betrieblichen Eingliederungsmanagement ist, dass Kolleg*innen, die eine Weile krankheitsbedingt nicht da waren, problemlos wieder einsteigen können. Dazu bedarf es einer guten Kommunikation und bereitwilliger, zugewandter Unterstützung zur Hilfe beim Wiedereinfinden. Auch betriebliche Reha-Programme können für die Wiedereingliederung sehr sinnvoll sein.
  • Offene Unternehmenskultur und Kommunikation: Flache Hierarchien und offene Strukturen werden zu Recht immer häufiger von Arbeitnehmer*innen erwartet. So entsteht von den Führungskräften bis hin zu den Praktikant*innen eine Atmosphäre der gegenseitigen Wertschätzung, was wiederum zur Zufriedenheit und dem psychischen Wohlbefinden der gesamten Belegschaft beiträgt.
  • Betreuung und Stärkung der psychischen Gesundheit: Gesundheit von Körper und Geist sind eng miteinander verflochten. Die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung im Unternehmen ist daher ein wichtiger Baustein des BGM. Die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden sollte dabei nicht erst Thema werden, wenn sie bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde, sondern proaktiv gestärkt werden.
    • CareFlex arbeitet mit der Lebens- und Sozialberatung PPD zusammen. Dort können alle Mitarbeitenden von CareFlex psychosoziale und psychologische Beratungen in Anspruch nehmen – kostenfrei und völlig anonym. Das Angebot der PPD ist nicht nur für Notfälle gedacht, sondern stellt auch für alltägliche Probleme eine Anlaufstelle für alle Beschäftigten dar.
  • Gutes Betriebsklima: Für Arbeitnehmer*innen gibt es nichts Schlimmeres, als ein ungutes Gefühl beim Weg zur Arbeit zu haben, weil das Betriebsklima vergiftet ist. Schwelende Probleme innerhalb der Belegschaft und Fälle von Mobbing oder Ausgrenzung sollten daher beispielsweise durch Mediationsbeauftrage begleitet und ggf. geklärt werden. Events zur Teambildung und Zeit für persönlichen Austausch helfen derweil dabei, für Zusammenhalt zu sorgen und einen Gegenpol zum Arbeitsalltag zu schaffen.
  • Sinnstiftende Arbeit: Ob eine Arbeit sinnstiftend ist, hängt natürlich maßgeblich von der jeweiligen Branche und Tätigkeit ab. In der Gesundheits- und Sozialbranche gibt es das Gefühl, dass die eigene Arbeit sinnlos ist, beispielsweise eher selten. Auch in anderen Branchen können Arbeitgeber aber versuchen, beispielsweise durch das Anvertrauen verantwortungsvoller Aufgaben der Arbeit ihrer Mitarbeitenden mehr Sinn zu verleihen.
  • Arbeitsschutzmaßnahmen: Ordnungsgemäße Arbeitskleidung, Sicherheitskonzept, Fluchtwege, Verbandskasten, Feuerlöscher – all dies sind verpflichtende Maßnahmen, die zum Arbeitsschutz und damit auch zum BGM gehören und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt werden sollten, um die Gesundheit der Mitarbeitenden nicht zu gefährden.
  • Gesundheitsorientierte Führung: Nur wenn die Führungsebene sich wirklich mit der Gesundheit der Mitarbeitenden auseinandersetzt und gesundheitsbezogene Werte formuliert, kann ein BGM-Konzept auf Dauer funktionieren. Arbeitgeber müssen gleichermaßen einen Blick für die krankmachenden Auswirkungen von Über- und Unterforderung als auch für gesundheitsfördernde Maßnahmen entwickeln. Ein wichtiger Aspekt davon ist, dass Arbeitgeber auch für sich selbst auf ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld achten und so als gutes Vorbild vorangehen.

Hierbei handelt es sich nur um eine Auswahl der möglichen Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Es gibt also viele mögliche Hebel, die je nach Größe des Unternehmens nicht immer alle umgesetzt werden können. Umso wichtiger ist es daher, die Maßnahmen zu priorisieren und konkret zu planen.

Die vier Phasen der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Auch beim Thema BGM bzw. BGF ist aller Anfang schwer. Es gibt eine ganze Palette an Maßnahmen, die Arbeitgeber umsetzen können. Anstatt planlos loszulegen, sollten Arbeitgeber sich aber zuallererst einen genauen Fahrplan erstellen. Die eigens dafür eingerichtete BGF-Koordinierungsstelle, die von verschiedenen Krankenkassen ins Leben gerufen wurde, unterstützt und berät dabei vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen.

Grundsätzlich sollte in größeren Unternehmen zunächst ein Gremium für die Steuerung der BGF geschaffen werden. Bei kleinen Unternehmen kann diese Rolle auch von einer einzelnen Person ausgefüllt werden. Wichtig dabei ist die Zielgruppe, also die bestehenden Mitarbeitenden, in die Gestaltung des Gesundheitsangebots miteinzubeziehen. Anschließend erfolgen Aufbau und Umsetzung der BGF in folgenden vier Phasen:

BGM Schaubild - Von der Analyse bis zur Evaluation

Quelle: bgf-koordinierungsstelle.de

 

1. Analyse

In der Analyse geht es zunächst einmal darum, festzustellen, was im Unternehmen aktuell schon in puncto Gesundheitsförderung gemacht wird. Was wird bereits gut umgesetzt? Wo gibt es Nachholbedarf? Und vor allem: Was kann noch gemacht werden?

Dazu steht eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung:

  • Befragungen von Mitarbeiter*innen
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Arbeitsplatzanalysen
  • Anonyme Fallauswertungen aus dem BEM
  • Erhebung von Fehltagen und der Fluktuationsrate

Der letzte Punkt, also die genaue Untersuchung der aktuellen Fehltage und der Fluktuationsrate, ist aus unternehmerischer Sicht besonders bedeutsam und dürfte bei vielen Arbeitgebern spätestens die Erkenntnis nach sich ziehen, dass im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dringend etwas gemacht werden muss.

2. Planung

Nach der Analyse steht die konkrete Planung des Vorgehens an. Dabei werden die zu erledigenden Maßnahmen festgehalten und priorisiert. Außerdem werden Verantwortlichkeiten benannt und Fristen für die Umsetzung der Vorhaben festgelegt, damit die Pläne nicht einfach im Sand verlaufen. Ganz wichtig: Spätestens an diesem Punkt müssen die Beschäftigten mit ins Boot geholt werden, damit sie Wünsche und Bedenken äußern können. Gibt es Betriebsärzt*innen oder andere Expert*innen für gesundheitliche Themen im Unternehmen, sollten auch diese schon bei der Planung miteinbezogen werden.

3. Umsetzung

Sobald der Plan steht, geht es ans Eingemachte: die eigentliche Umsetzung der betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen. Es ist sinnvoll, mit schnell umsetzbaren Veränderungen oder Aktionen zu beginnen, wie zum Beispiel mit dem wöchentlichen Bereitstellen eines Obstkorbs. Wichtig ist, dass die zuvor benannten verantwortlichen Personen sich auch wirklich um die Umsetzung der einzelnen Steps kümmern.

4. Evaluation

Der letzte Schritt ist die Evaluation. Wurden alle geplanten Maßnahmen umgesetzt? Haben sich bereits positive Effekte gezeigt? Wie kommen die Maßnahmen bei den Mitarbeiter*innen an? All das sind wichtige Fragen auf dem Weg zu einem guten Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Auf Basis dieser Evaluation müssen die drei vorherigen Schritte immer wieder durchlaufen werden. Die Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein permanenter Prozess, der nie wirklich abgeschlossen ist.

Ein Punkt, der dabei oftmals vergessen wird: die Kommunikation. Mitarbeitende müssen über das Angebot ausreichend informiert und regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden. Das beste BGF-Konzept der Welt hat keine Wirkung, wenn das Kollegium darüber nicht Bescheid weiß.

BGM Schaubild: Von der Evaluation zur Analyse, Planung und Umsetzung

Quelle: bgf-koordinierungsstelle.de

Aber das können wir uns doch alles gar nicht leisten!

Auf den ersten Blick können die BGM-Maßnahmen für Arbeitgeber erschlagend wirken. Immerhin benötigt es einiges an Arbeitsaufwand, um das Betriebliche Gesundheitsmanagement zu planen, durchzuführen und zu evaluieren. Auch die Maßnahmen selbst können kostspielig werden – vom höhenverstellbaren Schreibtisch bis hin zu digitalen Fitnesskursen.

Zum einen gibt es aber eine Vielzahl von Maßnahmen, die nicht viel kosten und doch einen großen Effekt haben können – eine offene Unternehmenskultur beispielsweise oder das Ermöglichen von flexiblen Arbeitszeiten. Und zum anderen sind BGM-Maßnahmen in aller Regel auch wirtschaftlich sinnvoll, weil die positiven Effekte den monetären Aufwand auf Dauer überflügeln. Das hat vor allem zwei Gründe:

BGM führt zu weniger Ausfallzeiten

In Deutschland ist die durchschnittliche Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tagen) pro Mitarbeiter*in in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Erst seit 2015 hat sich diese Zahl bei etwas mehr als 15 Fehltagen im Schnitt pro Arbeitnehmer*in und Jahr eingependelt.

Grafik zu den AU-Tagen von 2000 bis 2019 nach Geschlecht

Quelle aller Grafiken: Gesundheitsreport der TK 2020

Im Gesundheits- und Sozialsektor liegt dieser Wert laut dem Gesundheitsreport der TK 2020 noch einmal ein bisschen über dem Durchschnitt. Während bei der Berufsgruppe „Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Berufe, Theologie“ 2019 durchschnittlich 18,3 Fehltage anfielen, waren es in der Berufsgruppe „Nichtmedizinische Gesundheits-, Körperpflege- und Wellnessberufe, Medizintechnik“ sogar 19,4. Spitzenreiter in dieser Hinsicht war übrigens die Berufsgruppe „Metallerzeugung und -bearbeitung, Metallbauberufe“ mit 22,6 Krankheitstagen pro Jahr.

Neben der Berufsgruppe war 2019 natürlich auch das Alter ein wichtiger Faktor für die Anzahl an Fehltagen. Je älter die Mitarbeitenden, desto mehr Fehltage waren krankheitsbedingt zu verzeichnen:

Grafik zu den AU-Tagen nach Alter

Dass ältere Mitarbeitende tendenziell häufiger und länger krank sind, ist zwar vollkommen normal, zeigt aber auch, wie wichtig eine präventive Förderung der Gesundheit schon in jungen Jahren ist – auch und gerade am Arbeitsplatz. Aber auch Maßnahmen für die gesundheitlichen Bedürfnisse der Generation 50+ sollten auf der Agenda stehen.

Aus dem Gesundheitsreport der TK 2020 geht ebenfalls klar hervor, dass vor allem Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und psychische Belastungen zu Fehltagen führen. Beiden Krankheitsarten kann durch ein sinnvolles Betriebliches Gesundheitsmanagement vorgebeugt werden, was wiederum ein klares Indiz dafür ist, dass die Fehltage von Mitarbeitenden durch BGM-Maßnahmen reduziert werden können.

Grafik zu den AU-Tagen nach Krankheiten

Und tatsächlich: Ein ausgereiftes BGM-Konzept führt auf Dauer zu weniger AU-Tagen und allein damit schon zu mehr Produktivität. Fitte und motivierte Mitarbeitende sind außerdem ohnehin produktiver und leistungsfähiger. Das bestätigte unter anderem eine Meta-Studie aus dem Jahr 2012, laut der BGM-Maßnahmen im Schnitt zu einem Rückgang von 25,1 % AU-Tagen sowie zu 24,5 % weniger durch Krankheiten der Mitarbeitenden verursachten Kosten führten.

 

Durch Betriebliches Gesundheitsmanagement sinken Krankheitstage und Krankheitskosten für Unternehmen um durchschnittlich ca. 25 Prozent!

 

BGM verbessert das Image des Unternehmens

In Zeiten von Kununu und Co. ist das Arbeitgeberimage so wichtig wie nie zuvor – Stichwort Employer Branding. Positive und negative Seiten eines Unternehmens verbreiten sich rasend schnell und können sehr große Auswirkungen haben. Vor allem im Gesundheits- und Sozialsektor sind Arbeitnehmer*innen außerdem sehr rar geworden. Oftmals haben sie die Qual der Wahl, zu welchem Arbeitgeber sie gehen möchten. Daher kommt Arbeitgeberbewertungen eine besondere Bedeutung zu.

Ein gut ausgearbeitetes und überzeugendes Betriebliches Gesundheitsmanagement ist daher umso wichtiger, denn es verbessert das Image eines Unternehmens und kann ein triftiger Grund für Arbeitnehmer*innen sein, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Die Kosten fürs Recruiting sinken also, was aus unternehmerischer Sicht wiederum die Aufwände für BGM-Maßnahmen rechtfertigt.

BGM aus Sicht der Arbeitgeber – Fazit

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist eine klassische Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer*innen. BGM und hierbei vor allem die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) führen zu verbesserten Arbeitsbedingungen und mehr Lebensqualität am Arbeitsplatz sowie zu einer Förderung der Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden. All diese Faktoren bedeuten wiederum weniger Krankheitstage und eine höhere Produktivität der Belegschaft. Außerdem wird das Image des Unternehmens nachhaltig verbessert, was die Kosten fürs Recruiting senkt und die Mitarbeitenden längerfristig bindet.

Gerade im Gesundheits- und Sozialwesen – aber auch in allen anderen Branchen – sollte sich der Arbeitgeber daher unbedingt mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement befassen. BGM mag auf den ersten Blick wie eine reine Wohltätigkeit gegenüber den Mitarbeitenden wirken, ist aber auch aus unternehmerischer und ökonomischer Perspektive einfach sinnvoll.

 

Bildnachweis: © SofiaV/Shutterstock.com

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